Neues fränkisches Mundart Gesangbuch „Fränkischer Psalter“

„Wer singt, betet doppelt!“

Genau dazu will das neue (und erste) fränkische Gesangbuch einladen:

Singen und beten in unserer Muttersprache. Und das ist in Franken überwiegend der Dialekt, die Mundart, wie sie unsere Mütter und Väter mit uns von Kindesbeinen an gesprochen haben.

Wir denken: Die Mundart ist die zu Herzen gehende, erste Sprache. Sie hilft uns in verständlichen Bildern und in leichter Sprache von Gott zu reden. Durch die Mundart erreicht das Evangelium viele Menschen, denen die Worte der Kirche fremd geworden sind.

In dieser Sammlung steckt das mehr als 20 Jahre dauernde Überlegen und Diskutieren der Mitglieder des Arbeitskreises MundArt in der Kirche. Was darf im Gottesdienst, am Kirchenlied, an der Liturgie, an Bibeltexten sprachlich verändert und übersetzt werden?

Die Frage: „Wie kann man gesprochene Mundart in geschriebene Wörter formen“, haben wir für uns so beantwortet: Eine fränkische Rechtschreibung, kann es nicht geben. Wir bleiben so weit wie möglich an der verschrifteten Standardsprache, damit Singen und Lesen parallel gelingen kann. Gleichzeitig ist aber der Charakter und die Herkunft der Mundart der jeweiligen Autoren erkennbar.

Wer singt, betet doppelt – Sicher hätte auch Martin Luther, der „Vater“ des evangelischen Kirchenliedes, diesen Satz sagen können. Noch schöner sagt es allerdings der gute, alte Kirchenvater Augustin in der Auslegung zu Psalm 72,1: „Wer Lob singt, singt nicht nur, sondern liebt auch den, dem er singt“ (Enarratio in Psalmum 72; CCL 39, 986; PL 36, 914).

Der „Fränkische Psalter“, das sind 80 Seiten voller sprachlicher, dichterischer, musikalischer und auch ökumenischer Kreativität. Vor allem aber spüren Sie hoffentlich die Liebe der Autoren zu dem, den wir loben und dem wir singen.

In einem  Festgottesdienst in Mundart am 9. Dezember 2018 um 9:30 Uhr in der Evang.-Luth. Dreieinigkeitskirche in Lichtenau wird der „Fränkische Psalter vorgestellt. Liturgie und Predigt gestalten Prädikantin Gertraud Götz und Pfr. Claus Ebeling in Mundart. Als Grußwortredner werden dabei sein: Regionalbischöfin Gisela Bornowski, Staatssekretärin Cornelia Trautner und der 1. Sprecher des AKMinK, Günter Hessenauer. Danach klingt der festliche Vormittag auf dem Lichtenauer Weihnachtsmarkt aus.

 

Der  „Fränkische Psalter“ ist bis auf wenige Exemplare ausverkauft. Er kostet 7,50 € und ist zu beziehen über die ELJ: nadine.hoffmann@elj.de

Außerdem ist ein Hörbuch zu den enthaltenen Psalmen erschienen, das ebenfalls für 7,50 € bei der gleichen Adresse zu haben ist.

Mit Han’s Klaffl und Andreas Englisch im BR Fernsehen